Mein Blog-Beitrag zum letzten PM-Camp endete mit der Aussage, dass wir in einem großen Projekt unsere Zukunft selbst gestalten konnten. Und genau darum geht es in einem bekannten Kinderlied einer schwedischen Göre mit Zöpfen: „Wir machen uns die Welt wie sie uns gefällt“.

Ein Projekt bietet immer auch die Chance, bestehende Grenzen aufzuweichen und Veränderungen zu schaffen. Diese Veränderungen sollten immer von den unmittelbar betroffenen (mit-)gestaltet werden. Die Gestalter von neuen Prozessen und Regeln werden diese gerne und konsequent einhalten . Die Sinnhaftigkeit braucht nicht hinterfragt zu werden, denn man hat die Welt gemacht, wie sie einem gefällt.

Das wesentliche Element eines Veränderungsprozesses ist, dass man neben den notwendigen Führungskräften und Entscheidern auch die künftigen Nutzer mitnimmt. Es ist sinnvoll, möglichst viele Aufgaben und Entscheidungen an die Basis zu delegieren. Die künftigen Nutzer sollen sich einbringen und ihre Zukunft gestalten.

Suche Dir im Projekt eine Vielzahl von Nutzern mit unterschiedlichen Charakteren. Sie sollen an der Sache interessiert sein und Herzblut mitbringen. Du wirst die Visionäre finden, aber auch die Zweifler und Bedenkenträger.

Lass den Visionären freien Lauf, sammle ihre Ideen, bewerte Sie im Projektteam und mache schließlich ein Konzept draus. Nimm die Zweifler ernst und hinterfrage ihre Argumente. Nimm Bedenken und Risiken auf, bewerte die Risiken gemeinsam mit den „Zweiflern“ und nutze deren Wissen, um mögliche Gegenmaßnahmen zu finden.

Spätestens wenn Du mit Deinem Projektteam die ersten Meilensteine hinter Dir hast und auf die Zielgerade einbiegst, wird jedem im Team klar werden: „Wir machen uns die Welt wie sie uns gefällt!“